Ausflugsziele

Unser Campingplatz "Wachau-Camping Rossatz" ist ideal als
Ausgangspunkt für unterschiedlichste Ausflüge. Egal ob mit
dem Auto, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Schiff.
Entdecken Sie die Schönheiten der Wachau, erleben Sie eine
Schifffahrt auf der Donau oder planen Sie eine Wanderung mit
wunderbaren Ausblicken auf diese einzigartige Natur- und
Kulturlandschaft. Im Folgenden finden Sie einige lohnende
Ausflugsziele näher beschrieben. Wir haben uns hierbei
jeweils für die Autoroute entschieden.

Ausflug 3 auf einer größeren Karte anzeigen

Ausflugsziel 1

Von Rossatz nach Melk – Die Wachau mit ihren schönsten Ausblicken.
Entfernung: ca. 30 km einfach
Mögliche Verkehrsmittel: Auto, Rad, Schiff

Die hier vorgestellte Route lässt sich auch ohne Probleme zu mehreren Ausflügen ausdehnen. Vieles davon kann man auch mit dem Rad erobern, da parallel zur B 33 der Donauradweg führt. Eine lohnenswerte Kombination sind auch Rad und Schiff. Fahren Sie mit dem Rad bis Melk und besteigen Sie dort dann eines der Linienschiffe und erleben Sie die Wachau von Wasser aus.

Beginnen Sie Ihre Reise in Rossatz und besuchen Sie den Arkadeninnenhof des Schlosses. Fahren Sie dann auf der B33 durch die wunderschöne Weinlandschaft vorbei an Rührsdorf und weiter nach Bacharnsdorf (1). Biegen Sie am Ortsanfang rechts ab. Dort befinden sich die Reste eines römischen Wachturms (Burgus). Wenige Schritte davon entfernt, direkt am Radwanderweg/Donauufer, haben Sie einen sehr schönen Blick auf die gegenüberliegende Wehrkirche Sankt Michael.

Zurück auf der B 33 geht es nun weiter Richtung Melk. Nach dem Passieren von Mitterarnsdorf erscheint rechts ein Wegweiser zur Rollfähre nach Spitz. Biegen Sie ab und fahren Sie bis zum Anleger der Rollfähre (2). Von dort bietet sich ein wunderschöner Blick auf Spitz, die Ruine Hinterhaus und den Tausendeimerberg. Wollen Sie hier ihren Ausflug beenden, überqueren Sie die Donau mit der Rollfähre und fahren über Spitz, Sankt Michael, Weißenkirchen und Dürnstein wieder zurück nach Rossatz.

Ansonsten geht es auf der Bundestraße 33 weiter Richtung Aggstein (3). In Aggstein stehen bereits Hinweisschilder zur Burg Aggstein (4). Diesen etwa 2 km langen Abstecher über eine sehr steile Auffahrt zur Burg sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Die sehr schön restaurierte Burganlage und der atemberaubende Blick über das Donautal begeistern. Zurück auf der B33 geht die Reise weiter in Richtung Schönbühel.

Noch in Aggsbach Dorf (4) zweigt nach links eine Straße Richtung Kartause ab. Folgen Sie dieser und schon nach wenigen hundert Metern befindet sich auf der rechten Seite das Kartäuserkloster Aggsbach (5). In unmittelbarer Nähe des Klosters lohnt ein Besuch der historischen Hammerschmiede mit dem alten Wasserrad. Von Aggsbach Dorf führt der Weg weiter Richtung Melk. Nach ca 5 km erreichen Sie das Kloster Schönbühel (6).

Gleich dahinter auf der linken Seite befindet sich ein Parkplatz. Das Kloster bietet dem Besucher Kostbarkeiten, die nicht jeder kennt: So befinden sich im Inneren des Klosters original nachgebaute Abbilder der Heiligen Stätten Palästinas, wie etwa die Grablege oder die Geburtsgrotte. Nur ein paar hundert Meter davon entfernt thront das prächtige, hoch über der Donau auf einem Felsen befindliche Schloss Schönbühel (7). Den schönsten Blick auf das Schloss haben Sie natürlich vom Wasser aus. Aber auch vom Ort Schönbühel bietet sich ein wunderbarer Blick auf das Schloss und die Donau.

Nun sind Sie schon fast am Ende ihrer Reise angekommen, wobei der absolute Höhepunkt noch wartet. Das Benediktinerstift Melk (8). Folgen Sie den Wegweisern zum Stift Melk. Eindrucksvoll auf einem 57 Meter hohen Felssporn stehend markiert das Kloster Melk den Eingang zur Wachau. Der Bergrücken wurde schon in der Steinzeit besiedelt. Die Römer legten am Fuß des Felsens das Uferkastell „Namare“ mit einem Hafen an. Im 11. Jahrhundert ließen sich Benediktiner hier nieder. Ungefähr um das Jahr 1700 entschloss sich Abt Dietmayr nach mehreren Bränden zu einer völligen Neugestaltung der Klosteranlage. Er beauftragte Jakob Prandtauer und seinen Schüler Josef Munggenast, die in der Wachau noch weitere Gebäude schufen, das Stift zu planen und zu vollenden. Das Ergebnis ist eines der großartigsten Werke barocker Baukunst in Europa. Allein die Westfront hat eine Länge von 320 Metern! Eine Vielzahl von Innenhöfen und Barockgärten, großartige Repräsentationsräume, die prachtvolle Bibliothek, die Schatzkammer und die einzigartige Stiftskirche sind unbedingt einen Besuch wert! Gemäß dem Motto der Benediktiner „ dass in allem Gott verherrlicht werde“, entstand eine der prächtigsten Klosteranlagen.

Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ nimmt von hier aus seinen Anfang.

Übrigens lohnt sich auch ein Abstecher in den Ort Melk und an den Fluss Melk, von wo man einen sehr schönen Blick auf die mächtige Klosteranlagen hat. Auf der ganzen Strecke finden Sie viele Einkehrmöglichkeiten. Neben den vielen Heurigen gibt es auch gute Restaurants, die Ihnen mit einheimischen Köstlichkeiten die Wachau kulinarisch näher bringen.


Ausflug 2 auf einer größeren Karte anzeigen

Ausflugsziel 2

Rund um das Augustiner Chorherrenstift Göttweig
Entfernung: ca. 20 km einfach
Mögliche Verkehrsmittel: Auto, Rad, Fuß

Der zweite lohnende Ausflug führt Sie auf der B 33 ca. 7km Donau abwärts nach Mautern (1). Mautern ist eine römische Siedlung, die an der Grenze zu den germanischen Stämmen lag. Aus dieser Zeit sind heute noch Reste des Kastells zu finden. Auch das Römermuseum bietet einen Einblick in die lange Geschichte Mauterns. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Nikolaihof mit seiner schönen Gartenanlage und der Kapelle, sowie das Schloss Mautern und viele gepflegte Bürgerhäuser im Ortskern.

Von Mautern aus folgen Sie dann den Wegweisern zum Stift Göttweig:
Dieses prächtige Stift thront wie ein Schloss auf dem „Göttweiger“. Der Göttweiger Berg war bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt, was Funde, die im Kloster zu besichtigen sind, belegen. Aufgrund seiner Lage auf einem Hügel wird das Stift Göttweig (2) auch als „österreichisches Montecassino“ bezeichnet. Der größte Teil der Gebäude wurde nach dem Brand von 1718 errichtet und hat im Grundriss, nach dem Vorbild des Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial nahe Madrids, die Form eines Gitterrostes. Besonders sehenswert sind die prächtige Kaiserstiege innerhalb des Klosters mit dem Deckengemälde von Paul Troger (1739) und die reich verzierte Stiftskirche.

Auch für das leibliche Wohl ist im Stiftskeller bestens gesorgt. Bei schönem Wetter lohnt sich ein Aufenthalt auf der wunderbaren Aussichtsterrasse mit eine herrlichen Blick in das Donautal.

In Paudorf (3), nahe dem Stift Göttweig befinden sich die sogenannten „Göttweiger Mammutbäume“ .Der damalige Abt Adalbert Dungel legte dort 1880 einige Samen der Art „Wellingtonia gigantea“ in die Erde. Tatsächlich entstanden daraus Mammutbäume, die heute Bestandteil eines Waldlehrpfades sind und als eine der größten zusammenhängenden Mammutbaumpflanzungen in Mitteleuropa zählen. Vom Dorfzentrum aus benötigen Sie je nach Tempo ca. 30 - 45 Minuten um zu den Bäumen, die bereits jetzt alle heimischen Baumarten überragen, zu gelangen.

Wollen Sie auf dem Rückweg noch einen „Geheimtipp“ erwandern, sollten Sie sich auf der Römerstraße zur hoch über der Donau befindlichen Ferdinandswarte (4) aufmachen: Neben etwas Kondition sollten Sie vor allem festes Schuhwerk mitbringen. Zunächst geht es auf der B33 zurück in Richtung Rossatz. Im Ort Hundsheim biegen Sie dann nach Mauternbach links ab. Von dort weiter nach Unterbergern. In Unterbergern (5) parken Sie und wandern nach rechts dem Wanderschild Ferdinandswarte folgend in den Dunkelsteiner Wald. Schon kurz nach Verlassen der letzten Häuser sehen Sie auf dem Weg Spurrillen, die in die Steine eingedrückt sind. Jetzt befinden Sie sich auf der alten Römerstraße, die Richtung Melk führte. Die Spurrillen stammen tatsächlich von römischen Karren, die diesen Weg als Transportweg nutzten. Nach ca. 45 Minuten erreichen Sie dann die Ferdinandswarte und werden mit einem einzigartigen Blick auf Dürnstein, Loiben und auch auf den Campingplatz in Rossatz belohnt. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann auch eine Fahrstraße nutzen, um noch näher an diesen Aussichtspunkt zu kommen. Fahren Sie von Unterbergern weiter Richtung Oberbergern (6). Dort finden Sie rechts eine Schild zum Arzt und zur Ferdinandswarte. Folgen Sie dieser Straße, die sehr scharf nach rechts abknickt vorbei an der Kirche und dann weiter Richtung Wald. Nach etwa 500m biegen Sie nochmals nach rechts ab. Von dort ist es dann ein ca. 5 minütiger Fußmarsch zu Warte.



Ausflug 3 auf einer größeren Karte anzeigen

Ausflugsziel 3

Stein Und Krems – Nicht nur drei Worte, sondern auch drei Orte
Entfernung: ca. 10 km einfach
Mögliche Verkehrsmittel: Auto, Rad

Vom Campingplatz aus fahren Sie Richtung Mautern und dort über die Donaubrücke. Schon erreichen Sie das Stadtgebiet Stein und Krems.

Direkt nebeneinander liegen nämlich die alten Städte Stein und Krems. Genau dazwischen befindet sich das Kapuzinerkloster „Und“ als Bindeglied. Eine Besiedelung kann bis in die Steinzeit nachgewiesen werden. Die erste urkundliche Erwähnung von Krems geht aber auf das Jahr 995 zurück.

Mitte des 12. Jahrhunderts waren beide Städte bedeutende Zentren des Salz- und Weinhandels. Stein profitierte darüber hinaus von der Donaubrücke und der hierher verlegten Donaumaut. Seit 1136 prägte Krems sogar eigene Münzen, die so genannten Kremser Pfennige. Die Stadt übertraf zu dieser Zeit Wien an wirtschaftlicher Bedeutung und Reichtum bei weitem.

Noch heute zeugen die prächtigen mittelalterlichen Bürgerhäuser vom Reichtum der beiden Städte.

In Stein findet man fast alle Sehenswürdigkeiten parallel zur Donau, an der Steiner Landstraße. Alte Wohn- und Handelshäuser mit herrlichen Arkaden in den Innenhöfen laden zum Bummeln ein. Interessant sind die beiden Kirchen, die Minoritenkirche, eine spätromanische Basilika aus dem 13. Jahrhundert und die gotische Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert. In Stein befindet sich auch das Geburtshaus von Ludwig Ritter von Köchel, der das weltberühmte Köchelverzeichnis mit allen Werken von Wolfgang Amadeus Mozart anlegte. Oberhalb der ehemaligen Frauenbergkirche Mariae Himmelfahrt besitzt man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und das Stift Göttweig auf der anderen Donauseite. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist das Steiner Tor, das im Jahre 2005 aufwändig restauriert wurde. Von hier aus gelangt man direkt in die Steiner Landstraße, eine Fußgängerzone, die zum Shoppen und Bummeln einlädt.

Für Kunstfreunde wurde Krems ein Teil eines innovativen Kulturstandorts: der Kunstmeile Krems, die von der Altstadt von Stein bis zum Stadtkern von Krems reicht. Hochkarätige Kunst- und Kulturangebote (z.B. stimmungsvolle Konzerte in der Minoritenkirche in Stein, das Karikaturmuseum und die Kunsthalle in Krems) sollen mit Gastronomie (z. B. Haubenrestaurant „Mörwald“ im Kloster Und) und Einkaufsangeboten (Vinothek im Kloster Und) verbunden werden. Zum anderen wird durch die gemeinsame Kunstmeile die Einheit der beiden Städte dokumentiert. Zentraler Platz der Kremser Altstadt ist der Pfarrplatz mit seiner barocken Stadtpfarrkirche. Etwas nördlich davon erhebt sich die Piaristenkirche, ein spätgotischer Bau mit kunstvollen Fenstern und interessanten Schnitzwerken. Westlich des Pfarrplatzes schließt sich das ehemalige Dominikanerkloster an, in dem nun das Historische Museum und das Weinbaumuseum untergebracht sind.

Der älteste Teil der Stadt befindet am Hohen Markt mit der Gozzoburg, einer Stadtburg aus dem 13. Jahrhundert. Direk im Anschluss daran befinden sich das über 400 Jahre alte „Große Sgraffitohaus“. Der Begriff „Sgraffito“ stammt aus dem italienischen und bedeutet so viel wie „kratzen“. Eigentlich stellt es eine Art Putztechnik dar, weil es meist in der Putzfläche zur Anwendung kommt. An den Häusern in Krems werden damit Szenen aus dem Leben der Bürger dargestellt.




Ausflug 4 auf einer größeren Karte anzeigen

Ausflugsziel 4

Dürnstein – Weißenkirchen – Spitz – der Klassiker der Wachau
Entfernung: ca 30 km einfach
Mögliche Verkehrsmittel: Auto, Rad, Fähre, Schiff

Vom Campingplatz geht es zunächst Richtung Mautern und dort über die Donaubrücke. Ab jetzt folgen Sie der Beschilderung Wachau oder Spitz

Bei Unterloiben (1) fand im Jahre 1805 zwischen napoleonischen Truppen auf der einen und den verbündeten Österreichern und Russen auf der anderen Seite eine Schlacht statt. Das „Franzosendenkmal“, mitten in den Weinbergen gelegen, erinnert noch heute daran.

Der wohl bekannteste Ort der Wachau ist die Stadt Dürnstein (2), ein kleines, mittelalterlich geprägtes Städtchen mit knapp 900 Einwohnern. Sein Wahrzeichen ist das Augustiner-Chorherrenstift mit dem blauen Kirchturm der Stiftskirche. Die Farben weiß-blau erinnern an die ehemalige Herrschaft des Klosters Tegernsee in Oberbayern. Das Stift wurde im 15. Jahrhundert gegründet, zwischen 1715 und 1733 erfolgte ein Neubau von Kirche, Turm, Kreuzgang und Prälatenhof im Barockstil. Gleich daneben sind noch Teile des ehemaligen Klarissinnenklosters (erbaut um 1300) erhalten.

Überragt wird Dürnstein von den Resten einer Kuenringerburg aus dem 12. Jahrhundert. Die Anlage wurde 1645 von den Schweden zerstört. Berühmt wurde die Burg durch die Gefangennahme von König Richard Löwenherz im Jahre 1193.

Bei einem Kreuzzug geriet Richard Löwenherz mit dem österreichischen Herzog Leopold V. in Streit und wurde bei der Heimreise 1192 von diesem in Erdberg bei Wien gefangen genommen und nach Dürnstein gebracht. Drei Monate saß Richard Löwenherz unfreiwillig auf der Burg, bevor er gegen Zahlung eines Lösegeldes in Höhe von 150 000 Silbermark freigelassen wurde.

Der Sage nach soll sein treuer Diener Blondel durch halb Europa gereist sein und vor jeder Burg die erste Strophe eines Liedes gesungen haben. Als er aus dem Turm der Dürnsteiner Burg die zweite Strophe hörte, war der Aufenthaltsort des Königs gefunden. Vom Donauufer aus lohnt sich ein Spaziergang die alten Gassen hinauf in die malerische Alstadt.

Falls Sie mit dem Rad oder zu Fuß nach Dürnstein wollen, können Sie auch direkt die Radfähre am Campingplatz dazu nutzen.

Nur etwa 5 km weiter stromaufwärts erreicht man Weißenkirchen (3) mit seiner auffallenden Wehrkirche. Die im Jahre 1258 erbaute Kirche wurde nicht – wie damals üblich – mit einer Holzkonstruktion errichtet, sondern aus hellen Steinen. Vom kleinen Kirchplatz mit der Nepomukstatue führt eine mit Schindeln gedeckte Stiege mit 76 Stufen zum Eingang, um auch in unruhigen Zeiten einen gefahrlosen Kirchgang gewährleisten zu können. Innerhalb des Kirchenareals befindet sich auch die älteste Schule Niederösterreichs aus dem Jahre 1385. Die Wehrmauer um die Kirche schließt auch den Teisenhoferhof ein, einen früheren Weinlesehof mit prächtigen Arkaden und Laubengängen. Dort ist heute das Wachaumuseum untergebracht, das vor allem über die örtliche Landschaftsmalerei informiert.

Vorbei an den Winzerorten Wösendorf und Joching mit ihren sehenswerten Weinlesehöfen geht die Reise weiter nach St. Michael (4). Dort steht eine der ältesten Wehrkirchen der Wachau. Zum Schutz der Bevölkerung gegen die Türken wurden die Mauern der Kirche verstärkt und der Wehrturm errichtet. Während der Türkenbelagerung Wiens wurden aus den bronzenen Kirchenglocken Kanonenkugeln gegossen. Interessant sind in dieser Kirche besonders das Dach, als auch der Friedhof: Auf dem Dach der Kirche befinden sich Hasenfiguren. Laut einer Legende gab es einmal einen so strengen Winter, mit so viel Schnee, dass die Häuser von St. Michael darunter vollkommen versanken und die Hasen, im Hunger umherirrend, auf das Kirchendach und darüber hinaus liefen. Es Bedarf allerdings sehr viel Phantasie auch nur eine Hasen in den Darstellungen zuerkennen. Die zweite Besonderheit ist ein mit Totenköpfen geschmückter Alter, der sich im Karner des Friedhofes befindet.

Spitz (5) und die Ruine Hinterhaus (km 2019, linkes Ufer)

Zahlreiche Weinlesehöfe, das alte Rathaus sowie die spätgotische Pfarrkirche mit kostbaren spätgotischen Apostelskulpturen vor der Orgelempore ergeben ein malerisches Ortsbild.

Nicht verwunderlich, dass Spitz auch oftmals schon als Filmdrehort diente. „Wenn der Vater mit dem Sohne…“ oder der durch Paul Hörbiger bekannt gewordene Film „Mariandl“ – benutzten diese wunderbare Kulisse.

Die Ruine Hinterhaus, eine ehemalige Kuenringer Burg, liegt auf einem Hügel neben dem „Tausendeimerberg“: In guten Jahren sollen 1000 Eimer Wein gekeltert werden, was einer Menge von 55 000 Litern entspricht.

Einen Besuch wert ist auch das im Barock-Schloss Erlahof untergebrachte Schifffahrtsmuseum, das einen guten Überblick über die Geschichte der Holzschifffahrt und der Flößerei bis hin zur Dampfschifffahrt gibt.

Wer den Ausflug noch etwas ausdehnen möchte, sollte noch 5 km weiter nach Willendorf (6) fahren. Berühmt wurde die kleine Ortschaft durch die mit Sicherheit nicht schlankste, aber dafür älteste Wachauerin: die „Venus von Willendorf“. Der archäologische Fund einer 11 cm großen Kalksteinskulptur, die ungefähr 25 000 Jahre alt ist beweist, dass diese klimatisch so begünstigte Region schon in der Steinzeit besiedelt wurde. Am gut beschilderten Fundort befinden sich heute eine Nachbildung und weitere Informationen.